Nachrichten aus dem Ursprung: Mexiko und Zentral-Amerika
Mexiko
Mexiko geht mit einer selbstbewussten Chilligkeit in die Erntesaison 2025/26. Die Produktion dürfte weitgehend stabil bleiben. Frühzeitige Feuchtedefizite wurden durch gut verteilte Niederschläge ausgeglichen und ermöglichten eine solide Blüten- und Kirschenentwicklung in den wichtigsten Arabica-Regionen.
Die Ernte verläuft im gewohnten Rhythmus; der Höhepunkt wird im Dezember–Januar erwartet, wenn traditionell mehr als die Hälfte der Kirschen gepflückt wird. Der Schädlingsdruck ist gering: Broca-Befall liegt unter 1 %, wenngleich die höhere Luftfeuchtigkeit den Kaffeerost (Roya) wieder auf den Radar der Agronomen rückt.
Exporteure melden stabile Qualitätsaussichten und keine nennenswerten logistischen Störungen im Hafen von Veracruz.
Zentral-Amerika
In Zentralamerika läuft die Ernte 2025/26 nahezu lehrbuchhaft. In den tiefergelegenen Anbauregionen begann die Ernte bereits Ende Oktober, und die Hauptmenge wird zwischen Dezember und Februar erwartet – eine willkommene Rückkehr zur Normalität nach den Verzögerungen des Vorjahres. Die Witterung während Blütezeit und Bohnenentwicklung war günstig, entsprechend dürfte die regionale Produktion in etwa das Vorjahresniveau erreichen.
Der Schädlings- und Krankheitsdruck bleibt allgemein niedrig. Allerdings warnen Agronomen, dass die durch La Niña erwarteten höheren Niederschläge dem Kaffee-Rost neue Angriffsflächen bieten könnten.
Exporteure berichten von verhaltenem Nachfrageverhalten. Käufer warten auf klarere Preissignale und mehr Transparenz hinsichtlich der EUDR-Anforderungen.
Logistisch zeigt sich ein gemischtes Bild. Während die meisten Länder von stabilen Abläufen berichten, kämpft Corinto, Nicaraguas wichtigster Hafen, weiterhin mit Staus und unzuverlässigen Buchungen.
Die ersten High-Grown-Lieferungen (HG) aus Honduras werden im Dezember erwartet.

27.11.25
Nachrichten aus dem Ursprungsländern: Süd-Amerika
Brasilien
Brasiliens ehemaliger Präsident Jair Bolsonaro ist zu 27 Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Der Oberste Gerichtshof sah es als erwiesen an, dass Bolsonaro einen Militärputsch geplant habe. Das Urteil erfolgte ungeachtet der Einmischung des US-Präsidenten Donald Trump, der das Verfahren als „Hexenjagd“ bezeichnete und als Reaktion 50-Prozent-Zölle auf brasilianische Waren verhängte. Kurz nach der Entscheidung der Richter wurde bei Bolsonaro Hautkrebs diagnostiziert; nach Angaben seiner Ärzte bedarf er einer fortlaufenden medizinischen Betreuung. Ob er seine Strafe tatsächlich im Gefängnis oder unter Hausarrest verbüßen wird, ist offen.
Die von den USA verhängten Strafzölle zeigen bereits Wirkung. Sie führen zu einem spürbaren Rückgang der zertifizierten Bestände an der Waren-Terminbörse ICE und wirken damit preistreibend. Amerikanische Röster suchen zunehmend nach Alternativen und richten ihren Blick verstärkt auf Kaffees aus Mittel- und Südamerika.
Auch die Wetterlage im größten Kaffeeproduzenten der Welt bleibt im Fokus. Prognosen gehen von steigenden Niederschlägen im Wochenverlauf aus. Für Verunsicherung sorgt indes ein Bericht der US-Behörde NOAA, die zwischen Oktober und Dezember eine 71-prozentige Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines La-Niña-Phänomens sieht. Dieses könnte Brasilien ungewöhnlich trockenes Wetter bringen und die Ernte 2026/27 beeinträchtigen.
Zusätzlichen Druck erzeugt eine Anpassung der Produktionsprognosen: Die staatliche Erntebehörde CONAB hat ihre Schätzung für die Arabica-Ernte 2025/26 um 4,9 Prozent gesenkt. Die Korrektur trifft auf einen Markt, der ohnehin von Zöllen, unsicheren Wetterbedingungen und hoher Volatilität geprägt ist.
Die laufende Ernte ist weitgehend abgeschlossen. Entscheidend für die kommenden Wochen ist die Regenentwicklung während der Blütezeit der neuen Ernte.
Auf logistischer Ebene klagen Exporteure über Verzögerungen infolge eines Mangels an Containern bei den meisten Reedereien.
Kolumbien
In Kolumbien bewegt sich das Wetter derzeit im saisonüblichen Rahmen, Warnungen vor extremen Veränderungen gibt es nicht. Ausreichende Niederschläge begünstigen die Blüte der Mitaca-Ernte sowie die Reifung der anstehenden Haupternte.
Die Mitaca-Ernte, die in Regionen wie Cauca, Valle del Cauca, Quindío, Risaralda und Antioquia eingebracht wurde, ist inzwischen abgeschlossen. Entsprechend nehmen die Angebotsmengen ab. Lokale Preise zeigen sich fester, getragen von knapper Verfügbarkeit und stabiler Nachfrage. Hinzu kommt, dass die hohen US-Zölle auf brasilianischen Kaffee die Nachfrage nach kolumbianischen Kaffees verstärken – mit zusätzlichem Aufwärtsdruck auf die Preise.
Logistisch gibt es derzeit keine Meldungen. Lieferungen aus der frischen Ernte werden für Oktober und November erwartet.
Peru
In Peru bestimmen Regenfälle das Wettergeschehen. Für die Regionen Cajamarca und Amazonas sind die Niederschläge anhaltend gut, ähnlich wie in Junín und Pasco.
Die Ernte ist weitgehend abgeschlossen, die Angebotslage bleibt entsprechend eingeschränkt.
Vom Hafen Callao gibt es derzeit keine Neuigkeiten.
Production Estimates for South America

12.08.2025
Nachrichten aus den Ursprungsländern: Ost-Afrika
08.09.2025
Äthiopien
Diese Woche wird Äthiopien offiziell das größte Wasserkraftwerk Afrikas am Blauen Nil einweihen. In Ägypten sorgt dies für erhebliche Besorgnis: Der Staudamm könnte den Zufluss in das Land deutlich verringern und Wasserknappheit auslösen. Der Bau zog sich über 14 Jahre hin.
Wetterseitig bleibt es in Äthiopien regnerisch. In Addis Abeba und in den kaffeeproduzierenden Regionen Jimma, Sidamo und Yirgacheffe werden die ganze Woche über leichte Winde und Schauer erwartet.
Die Kaffeezufuhr nach Addis Abeba verlangsamt sich weiter, die Verfügbarkeit bleibt sehr eingeschränkt. Der Blick richtet sich nun auf die neue Ernte, die bereits zwischen Oktober und November in den niedrig gelegenen Gebieten beginnen soll. Die Aussichten sind positiv: Laut USDA wird Äthiopien im Erntejahr 2025/26 rund 11,6 Mio. 60-kg-Säcke produzieren – ein Plus von 9 % gegenüber der revidierten Vorjahresschätzung. Gründe sind günstige Wetterbedingungen, eine geringe Krankheitslast bei den Kaffeepflanzen, bessere Preise sowie nationale Initiativen und Reformen, die die Produktivität gesteigert und die Anbauflächen ausgeweitet haben.
Container bleiben ein sehr knappes Gut in ganz Äthiopien. Die Verschiffungen verspäten sich hiermit weiter.
Kenia
In Kenia steigen die Temperaturen, wenngleich vereinzelte Regenfälle anhalten. Rund um Nyeri, Kirinyaga und Murang’a sind diese Woche leichte Niederschläge zu erwarten.
Fly-Crop-Kaffees kommen derzeit auf den Markt. Morgen findet die Auktion #39 der Saison 2024/25 statt. Entsprechend der gestiegenen Preise in New York bleiben auch die lokalen Preise hoch.
Der Beginn der Haupternte (Main Crop) wird ab Oktober/November erwartet.
Am Hafen von Mombasa laufen die Abläufe ohne nennenswerte Schwierigkeiten.
Tansania
In Tansania hat die offizielle Wahlkampfsaison für die im Oktober anstehenden Parlamentswahlen begonnen. Präsidentin Samia Suluhu Hassan hat die Kandidaten ihrer Partei vorgestellt, während der wichtigste Oppositionsführer weiterhin in Haft sitzt. Das politische Klima ist angespannt; Verfahren gegen Oppositionspolitiker und die Kritik von Menschenrechtsorganisationen werfen Fragen nach politischer Freiheit auf.
andesweit herrschen bewölkte, angenehme Bedingungen. In Mbeya und Mbinga bewegen sich die Temperaturen in dieser Woche zwischen 12 und 26 °C.
Die Arabica-Ernte läuft weiter. In Mbeya ist sie bereits abgeschlossen, in Mbinga nähert sie sich dem Ende, während die lokalen Kooperativen (AMCOS) noch mit dem Pulpen, Waschen und Trocknen beschäftigt sind. Im Norden, wo es kühler ist, kommt die Ernte gerade erst in Fahrt. Dort haben die AMCOS mit ihren Produktionsverfahren begonnen, Verkäufe stehen jedoch noch aus.
Die Auktionen sind bereits angelaufen. Die neue Online-Handelsplattform des Tanzania Coffee Board funktioniert reibungslos. Preise bleiben hoch – im Einklang mit dem New Yorker Markt.
Am Hafen von Dar es Salaam hingegen bleibt der Betrieb schleppend; es kommt immer wieder zu Engpässen bei Containern.
Ruanda
In Ruanda herrschen gemischte Wetterbedingungen. In Huye und Ngoma liegen die Temperaturen zwischen 19 und 28 °C, in Nyamasheke kühler bei 18 bis 22 °C.
Die Erntesaison ist abgeschlossen. Die meisten Washing Stations haben den Betrieb eingestellt. Der Fokus liegt nun auf der Exportvorbereitung und der Erfüllung bestehender Lieferverpflichtungen.
Uganda
In der West-Nile-Region wird diese Woche wechselhaftes Wetter mit Regen erwartet. Auch rund um das Rwenzori-Gebirge, Kampala und den Mount Elgon sind anhaltende Niederschläge prognostiziert.
Der Osten Ugandas befindet sich mitten in der Ernte. In den westlichen Regionen (West Nile, Rwenzori-Gebirge) hat die Saison ebenfalls begonnen. Kaffee gelangt nun allmählich nach Kampala.
Roh-Kaffee Produktionsmengen: Ost-Afrika

12.01.26
Nachrichten aus dem Ursprungsländern: Asien Pazifik
Vietnam
Vietnam verzeichnete in den vergangenen Wochen verbesserte Wetterbedingungen, mit anhaltendem Sonnenschein in den Kaffeeanbaugebieten. Für die kommenden Tage werden weiterhin warme und trockene Bedingungen erwartet. Trotz eines verspäteten Starts der Ernte infolge starker Regenfälle hat das bessere Wetter den Erntefortschritt unterstützt; der Erntehöhepunkt lag Mitte Dezember. Dadurch haben sich einige der zuvor bestehenden Angebotsengpässe entspannt, sodass lokale Händler ihre Aktivitäten schrittweise wieder aufnehmen konnten.
Trotz der zuvor übermäßigen Niederschläge wird insgesamt mit einer höheren Produktion gerechnet. Die kombinierte Robusta- und Arabica-Ernte Vietnams für die Saison 2025/26 wird auf 30,3 Mio. Säcke geschätzt, ein Plus von 8 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Exporte legten deutlich zu: die Ausfuhren im November lagen 39 % über dem Vorjahresmonat.
Die höheren Marktzuflüsse haben die lokalen Preise gedämpft – im Einklang mit der allgemeinen Schwäche am Londoner Markt.
Von den Häfen gibt es keine Neuigkeiten.
Indonesien
Wochen nach dem Auftreffen des Zyklons Senyar im Norden Sumatras kämpft die Provinz Aceh weiterhin mit den Folgen. Viele Zufahrtsstraßen nach Aceh sind nach wie vor unpassierbar, und der Zugang zu Lebensmitteln und Treibstoff ist weiterhin eingeschränkt, wenngleich sich die Lage langsam verbessert. Der Zyklon hat zudem die Haupternte in Nord-Sumatra erheblich beeinträchtigt und bestehende Lagerbestände beschädigt. Rund 15 % bis 30 % der Arabica-Kaffeefarmen Sumatras waren betroffen, was die indonesischen Gesamtexporte in der Saison 2025/26 um bis zu 15 % reduzieren dürfte. Die Robusta-Produktion war weniger betroffen, da sie überwiegend im Süden der Insel angesiedelt ist, der von der Naturkatastrophe weniger stark getroffen wurde. Der Fokus liegt nun auf einer Ausweitung der Robusta-Erzeugung; für diese Saison wird ein Produktionsanstieg erwartet, unterstützt durch verbesserte Anbaumethoden in Sumatra.
Aktuell bleiben die Wetterbedingungen in Sumatra eher feucht, mit bewölktem Himmel und gelegentlichen Regenfällen. Ähnliche Wetterlagen werden auch für Java, Bali und Flores erwartet, mit warmen Temperaturen, bewölkten Tagen und Gewittern im Wochenverlauf.
Eine schwächere Rupiah hat die Exportwettbewerbsfähigkeit verbessert, unterstützt durch eine robuste globale Nachfrage.
Aufgrund von Erdrutschen und Überschwemmungen bleibt die Logistik eine große Herausforderung. Viele Gemeinden sind weiterhin isoliert, zahlreiche Straßen und Brücken beschädigt. Derzeit ist nur sehr wenig Kaffee für kurzfristige Verschiffungen verfügbar. Exporteure arbeiten intensiv daran ihre Exportverpflichtungen zu erfüllen. Selbst wenn der Kaffeefluss wieder anläuft, rechnen wir weiterhin mit Verzögerungen von bis zu zwei Monaten.
Indien
Laut Schätzungen der indischen Regierung hat Indien Japan überholt und ist zur viertgrößten Volkswirtschaft der Welt aufgestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird auf rund 4,18 Billionen US-Dollar (3,56 Billionen Euro) geschätzt und soll bis 2030 auf 7,3 Billionen US-Dollar anwachsen. Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass Indien Japan im Jahr 2026 überholen wird; eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus.
Im Rahmen einer Initiative zur Stärkung des inländischen Konsums hat Indien die Mehrwertsteuer (GST) auf Kaffeeextrakte, -essenzen und Instantkaffee von 18 % auf 5 % gesenkt. Diese Maßnahme dürfte die Verbraucherpreise für Kaffee um rund 10 % reduzieren.
Darüber hinaus besuchte Piotr Kotarba, L+B Coffee Trader, im Dezember unsere Partner in Indien. Er berichtet von sonnigen und trockenen Wetterbedingungen, die während der laufenden Ernte 2025/26 optimal waren. Die Arabica-Ernte befindet sich derzeit auf ihrem Höhepunkt; die Mengen werden voraussichtlich 10–15 % über dem Vorjahr liegen. Erste Verschiffungen nach Europa werden zwischen Januar und Februar erwartet.
Die Robusta-Ernte begann Mitte Dezember. Ähnlich wie bei Arabica wird auch hier mit einer größeren Ernte gerechnet, mit einem Volumenanstieg von 7–8 % gegenüber der Saison 2024/25. Die ersten Verschiffungen werden im Februar und März erwartet.
Die Qualitätserwartungen bleiben hoch, da das gute und trockene Wetter eine optimale Trocknung begünstigt.
Aus den Häfen Cochin und Mangalore wurden keine wesentlichen Neuigkeiten gemeldet.
Piotr besuchte Karnataka und Mangalore in der ersten Dezemberwoche 2025.
Papua-Neuguinea
Aus Papua-Neuguinea gibt es keine wesentlichen Neuigkeiten. Der Inselstaat befindet sich derzeit zwischen den Ernten. Die Ernte 2026 wird voraussichtlich im Mai beginnen und bis August andauern.
Produktionsstatistik Asien Pazifik

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1. Aktuellste Neuigkeiten: Anwendungsdatum der EUDR ist noch ungewiss
Das EUDR-Gesetz soll am 31. Dezember 2024 in Kraft treten. Als Reaktion auf den Druck von wichtigen Interessengruppen und Regierungen weltweit hat die Europäische Kommission dem Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten jedoch eine Verschiebung der Frist um 12 Monate vorgeschlagen. Der Zeitplan für die Abstimmung im EU Parlament über die Verschiebung bleibt vorerst ungewiss. Während eine Verschiebung weithin erwartet wird, sind die formalen Verfahren im Europäischen Parlament noch nicht geklärt.
2. Wo stehen wir gerade?
Da das EU-Parlament noch keine Klarheit geschaffen hat, haben wir beschlossen, mit unseren Vorbereitungen fortzufahren, unabhängig davon, ob das Datum für die Anwendung der EUDR für Ende dieses Jahres bestätigt oder um 12 Monate verschoben wird. Seit der Verabschiedung der Verordnung im Jahr 2023 hat unser Team bei List + Beisler hart daran gearbeitet, die vollständige Einhaltung der EUDR zu gewährleisten und einen umfassenden Compliance-Mechanismus zu entwickeln.
Die nachstehende Infografik zeigt die wichtigsten Komponenten einer erfolgreichen Sorgfaltspflichterklärung (Due Diligence Statemet, DDS):

3. Wer macht was?
Um sicherzustellen, dass jeder seine Rolle versteht und spielt, hat das Parlament neue Leitlinien und FAQ veröffentlicht, in denen im Wesentlichen festgelegt wird, wer was macht:
Nicht-EU-Markt (Kaffee-Ursprungsländer):
- Forest or Farm: bezieht sich auf die Farm oder den Produzenten des Kaffees
- Transformers and manufacturers: dies kann eine bspw. Nassmühle oder eine Kooperative sein
EU-Markt:
- Operator (Marktteilnehmer): dies ist der Importeur von Rohkaffee (Rohstoff), der ihn auf dem EU-Markt verfügbar macht. In diesem konkreten Fall bringt List + Beisler den Rohkaffee in die EU und stellt ihn den Röstern zur Verfügung. Ein Operator (Exporteur) ist auch für die Ausfuhr von Kaffee in Länder außerhalb der EU zuständig.
- Trader (Händler): bezieht sich auf Röstereien, Supermärkte und andere Akteure in der Lieferkette, die das Endprodukt (z. B. gerösteten Kaffee) auf den Markt bringen.
4. Welche Daten und Unterlagen erhältst du von List + Beisler?
List + Beisler Kunden erhalten die folgenden Daten und Unterlagen:
- Erklärung zur Sorgfaltspflicht: enthält eine Überprüfung der Abholzung, eine Risikobewertung und mögliche Maßnahmen zur Risikominderung
- Legalitätserklärung: Sicherstellung der Einhaltung aller nationalen Gesetze in den Produktionsländern
- Geolokalisierungsdaten: werden für die Abholzungsanalyse und Risikobewertung verwendet.
5. Welche Pflichten haben Röstereien, Supermärkte, usw. (als „Trader“ benannt)?
Die Gewerbetreibenden müssen die von List + Beisler zur Verfügung gestellten Daten erneut beurteilen und überprüfen und sich an die Verpflichtung halten, alle Daten und Dokumente mindestens 5 Jahre lang aufzubewahren.
6. Und was, wenn ich ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) bin?
Für KMU gilt eine weniger umfangreiche Liste von Verpflichtungen. So müssen diese Unternehmen beispielsweise weder DDS melden noch Risikobewertungen vorlegen.
